Bundesliga (1. Team)

NSU mischt mit - Mittelfeldplatz im Kraichgau

HEP Performance Team Neckarsulmer mit Platz 10 zum Bundesliga Auftakt. Soll zum Saisonstart im Kraichgau erfüllt. Abstiegsränge in weiter Ferne.



Um 20 Uhr am Samstag Abend war es so weit. Für das HEP Performance Team Neckarsulm (NSU) ging es am Hardtsee im Kraichgau in die neue Saison der 1. Triathlon Bundesliga. In fünf Rennen der Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen) wird der Deutsche Meister 2018 ermittelt. Im Kraichgau ist die Bundesliga seit Jahren in das Wettkampfwochenende des Ironman 70.3 Kraichgau integriert. Tausende Triathleten und Fans säumten am Wochenende dem Wettkampfort.

Wer Triathlon als reinen Ausdauersport sieht, wurde beim Saisonauftakt der 1. Bundesliga eines besseren belehrt. Die Geschwindigkeiten und die Leistungsdichte führten einmal mehr zu einem Spektakel, bei dem Sekundenbruchteile entscheidend sind. Im Damenrennen entschied beispielsweise nach knapp einer Stunde das Photofinish.

Für die NSU am Start: Timo Hackenjos, Moritz Horn, Tomasz Marcinek Marchelo Kunzelmann und Simon Henseleit. Vor dem Start herrschte am Hardtsee im Lager der NSU Athleten und Betreuer eine hohe Anspannung. Mathias Niekrenz und Felix Schumann, beide sportliche Leiter, rechneten sich eine Platzierung im Mittelfeld aus. Gerade bei dem größeren Teams fehlten einige internationale Stars. Zeitgleich fand ein Weltcuprennen der Internationalen Triathlon Union statt.

Wie bereits im vergangenen Jahr stieg Timo ganz vorne aus dem Wasser. Zeitgleich mit Linus Stimmel (Nationalkader, EJOT Team Buschütten) ging es nach 8:32 Minuten aus dem Wasser. Diesem Tempo konnten nur wenige Athleten folgen. So bildete sich auf dem flachen Radkurs eine kleine Gruppe vom etwa 10 Athleten. Diese konnte sich doe gesamten 20 Kilometer vor der etwa 40 köpfigem Verfolgergruppe halten. Dort ging es nach teilweise durchwachsenen Schwimmleistungen für die weiterem vier Neckarsulmer über die Radstrecke. Allzugroß war der Vorsprung der Spitzengruppe jedoch nicht. Mit 20 Sekunden Vorsprung stand der zweite Wechsel an. Wer in der 1. Bundesliga gewinnen möchte, der muss die fünf Kilometer unter 15 Minuten rennen. So auch am Samstag im Kraichgau. Anthony Pujades von den Buschüttenerm hatte die bestem Beine (14:42) und siegte mit einer Gesamtzeit von 49:21 Minuten. Timo Hackenjos zählt in der Bundesliga nicht zu dem schnellsten Läufern und musste noch einige Athleten aus der großen Gruppe passieren lassen. So auch den besten NSU'ler, Simon Henseleit (22). Ebenfalls in der Wertung: Kunzelmann (40), Hackenjos (43), Horn (54). Marcinek musste mit Magenproblemen beim Laufen aussteigen.

Das Teamergebnis ergibt sich aus der Summe der Einzelplatzierung. Der zehnte Platz erfüllt die Erwartungen des HEP Performance Team NSU. Da der 15. und 16. Rang die Abstiegszone darstellt, hat man hier schon im ersten Rennen ein gutes Polster dazwischen gelegt. Geht es nach dem sportlichen Leitern, dann kann ab jetzt der Blick nach vorne gerichtet werden. Eine einstellige Platzierung liegt in dieser Saison im machbaren Bereich.

Es siegte das EJOT Team aus Buschüttem vor dem Team aus Potsdam und dem Team Saar.  

Bei dem Damen siegte ebenfalls Buschütten. Auf Platz zwei das Team aus Witten vor den Triathletinnen aus Neukölln Berlin. Buschütten gilt den der Triathlonszene völlig zurecht als der FC Bayern des Triathlonsports.

Das zweite Rennen findet in vier Wochen am 1. Juli rund um den Medienhafen von Düsseldorf statt.

 

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